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Station 7

Wasserwerk Wald

Der Itzenplitzer Weiher liegt da, als wäre er aus einem Märchenbuch hier hin gezaubert,  und es scheint, als hätte das Wasser jedes störende Geräusch verschluckt.

Aber was erfahren wir hier? Was hat der Itzenplitzer Weiher mit dem Wald zu tun?

Der Wald sorgt dafür, dass wir genügend Wasser haben. Die Bäume lassen den Regen in mäßigen Mengen und gebremst zu Boden fallen, so dass der Boden das Wasser nach und nach aufsaugen kann. 60 – 75 Liter Wasser versickern pro Quadratmeter in einer Stunde. Dies ist besonders bedeutsam, da die Klimaforscher vor allem für das Sommerhalbjahr viel mehr kurzfristige Starkregen voraussagen. Gleichzeitig reinigt der Waldboden das Wasser und gibt es nach und nach wieder ab – auch an den Itzenplitzer Weiher.

 

Wasserkapazität

Wasserkapazität eines Waldbodens im Vergleich zur Wiese:

Dagegen verkraftet eine Wiese nur 20 Liter, der Rest fließt sofort an der Oberfläche wieder ab. So schützt Wald die Erde auch vor Erosion. Denn je weniger Wasser abfließt, desto weniger Boden wird auch abgetragen. Zum Schutz des Bodens trägt auch das starke, weit verzweigte Wurzelwerk des Waldes bei.

Zwei Bedeutungen des Waldes fallen mir noch ein: Erholung und Phantasie. Spazieren oder ausgedehnt wandern, Pilze suchen im Herbst, eine Pirsch mit dem Fotoapparat, ein Picknick am Bach – jeder in Deutschland hat einen Wald in der Nähe und findet darin Erholung pur. Ja, und was wären Grimm‘s Märchen und viele andere Erzählungen ohne die Kulisse des deutschen Waldes. Vielleicht erzählt uns die „Waldbibliothek“ eine spannende Geschichte.