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Station 12

Ziel der Tour d’énergie: Umkehrpunkt

Wir haben unser Ziel erreicht! – Schon, muss ich sagen, denn es war sehr kurzweilig und gar nicht soo anstrengend.

Wir sind am Solarfeld in Göttelborn angekommen. Wir fahren den Himmelspfeil hoch, um den Rundumblick zu genießen. Die Solaranlagen reflektieren die einfallenden Sonnenstrahlen in gleißendem Weiß.

Der erste Ansatz, Sonnenenergie im Haus zu nutzen, bestand darin, Brauchwasser mit Sonnenkollektoren zu erwärmen und überschüssige Mengen in den Heizkreislauf einzuspeisen. So lassen sich 50 bis 65 % des Warmwasserbedarfs mit der Kraft der Sonne decken. Für 4 Personen reichen dafür bereits 5 Quadratmeter Fläche.

Die Solarzellen dagegen wandeln Sonnenlicht direkt in Strom um. Jeder, der eine Dachfläche sein eigen nennt, ob privat oder als Unternehmen, kann diese Fläche nutzen, um selbst Strom zu erzeugen. Er kann ihn entweder selber nutzen oder ins Netz einspeisen und sogar Einnahmen damit erzielen.

Die Solaranlage in Göttelborn belegt eine Fläche von 20 Fußballfeldern und erzeugt rund 8.000 Megawattstunden im Jahr. Das reicht für etwa 2.000 Vierpersonenhaushalte.

Insgesamt sind im Saarland die Potentiale noch bei weitem nicht ausgeschöpft. Die verschiedenen Möglichkeiten der regenerativen Energieerzeugung, die wir auf unserer Tour kennengelernt haben, müssen wir flexibel einsetzen, je nach den lokalen Besonderheiten.

Die derzeit mit Abstand wichtigste Option ist aber immer noch die Energieeinsparung.

Am Umkehrpunkt frage ich meine Jungs: „Was meint ihr, was können wir zu Hause tun, um unser Klima zu schützen?“

„Nicht mit dem Auto zum Bäcker“, meint der Ältere. Papa antwortet: „Stimmt, du könntest mit dem Rad die Brötchen holen.“

„Und alle weniger Fleisch essen.“

Wenn wir hier konsequent weiter denken, fällt uns täglich mehr ein, was wir tun können. Und dann werden wir es auch schaffen, die regenerativen Energien effizienter zu nutzen. Und dann brauchen wir möglicherweise eines Tages kaum weitere Energiequellen. Was für ein Gedanke!

Es wird Zeit, umzukehren – der ideale Ausgangspunkt ist hier und jetzt.

Und wenn wir unseren Zug nach Hause noch erreichen wollen, müssen wir uns jetzt mal langsam auf den Weg machen.