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Das Rezept von Frau Buche

Sicher habt Ihr auch Pflanzen zu Hause. Was macht Ihr mit denen, damit sie nicht eingehen? Richtig, Ihr gebt ihnen Wasser! Jetzt könnte man ja meinen, ich und meine Verwandten, die Pflanzen, ernähren uns nur von Wasser.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit. In Wirklichkeit sind wir wahre Schleckermäuler, wir ernähren uns nämlich von Traubenzucker!

Und den mache ich mir selbst. So wie Ihr Euch Eure Spagetti kocht, brauche ich nur ein paar Zutaten, um mir meinen Traubenzucker zu brauen.

Und das ist mein Rezept:

Ich nehme Kohlendioxid (CO2) aus der Luft und Regenwasser (H2O) – ich lege mir immer einen Vorrat in der Erde an! – und Sonnenlicht.

Das sind meine Zutaten!

Und dann geht es los! In meinen grünen Blättern liegt das Geheimnis – dort, meist an der Unterseite, kann man unter dem Mikroskop winzige Poren erkennen. In diese Spaltöffnungen gelangt mit der Luft das Kohlendioxid. Durch das Sonnenlicht wird der grüne Pflanzenfarbstoff, mein Chlorophyll, aktiviert und er bringt das Kohlendioxid dazu, mit dem Wasser, was aus den Wurzeln angesaugt wird, eine Verbindung einzugehen.

Es entsteht Traubenzucker, auch Glucose (C6H12O6) genannt, und Sauerstoff, aber den brauche ich nicht, und daher gebe ich den einfach ab.

Meine Ration Traubenzucker verteile ich mit einem Saftstrom in jeden noch so kleinen Winkel von mir. Kommt bloß nicht auf die Idee, an mir rumzuschlecken! Ich gebe davon nix ab!

Ich muss jetzt übrigens noch ein wenig Traubenzucker anrühren… ich hab‘ nämlich schon wieder Hunger.

Übrigens, kluge Wissenschaftler nennen meine Zubereitung Photosynthese. Es steckt das griechische Wort „photos“, das heißt „Licht“, und „synthesis“, also „Zusammensetzung“, drin.